Drei Türme – Gauablickhöhle – Drusentor - Goldmünzen
03.08.2026
Freitag: Der Aufbruch – und ein Gewitter als erster Prüfstein
Achtzehn Abenteurer. Sechs davon noch nicht so groß, aber dafür mit umso mehr Tatendrang. Unsere Gruppe startete am Freitagnachmittag im Montafon – mit Rucksäcken, Wanderschuhen und einem Geheimnis im Gepäck: Irgendwo unterhalb der markanten Drei Türme soll ein Schatz vergraben sein, das hatte man in einem alten Brief gelesen. Doch wer einen Schatz finden will, braucht zunächst eine Karte – und die war in drei Teile zerrissen, irgendwo in den Bergen versteckt.
Mit der Golm-Bergbahn ging es hinauf, bevor die Gruppe den Höhenweg in Richtung Lindauer Hütte in Angriff nahm. Der Weg belohnt mit weiten Ausblicken über das Montafon – doch das Wetter hatte andere Pläne. Kaum war die Gruppe unterwegs, zogen dunkle Wolken auf. Heftige Regenschauer und ein Gewitter zwangen alle zu einem ungeplanten Zwischenstopp auf einer Alpe. Dort, eng zusammengerückt unter dem schützenden Dach, hieß es dann: gemeinsam warten, gemeinsam lachen – und Kinderstimmen, die lauter waren als der Donner.
Als das Gewitter abzog und die Gruppe wieder aufbrach, wartete schon die erste große Überraschung: Der erste Teil der Schatzkarte lag am Wegesrand – gut versteckt, aber nicht gut genug.
Etwas nass, aber begeistert erreichte die Gruppe schließlich die Lindauer Hütte. Ein warmes Abendessen, das Beziehen der Lager und Zimmer, ein gemütlicher Hüttenabend – und pünktlich zur Hüttenruhe um 22 Uhr legte sich die Erschöpfung wie eine Decke über die kleine Gersthofer Expedition.
Samstag: Getrennte Wege, gemeinsame Mission
Der Samstagmorgen begrüßte die Gruppe mit dem, was man sich nach einem verregneten Vortag so sehr wünscht: bestes Bergwetter! Die Energie war zurück – und mit ihr die Entschlossenheit, die fehlenden Kartenteile zu finden.
Die Gruppe teilte sich auf. Zwei Teams, zwei Missionen:
Team Drusentor machte sich in Richtung Drusentor auf den Weg – einem der eindrucksvollsten Übergänge im Rätikon. Irgendwo dort oben im Felsgelände lag versteckt der zweite Teil der Schatzkarte.
Team Klettersteig nahm sich derweil die Gauablickhöhle vor. Der gleichnamige Klettersteig ist kein Spaziergang – Helme auf, Klettersteigset anlegen, volle Konzentration und Armkraft. Doch auch hier wartete mitten in der Höhle das dritte und letzte Stück der Schatzkarte.
Der Abend auf der Lindauer Hütte hatte etwas von einem Feldlager nach gewonnener Schlacht. Erschöpfte Gesichter, leuchtende Augen. Alle waren zurück. Alle hatten ihre Mission erfüllt. Beim Abendessen flossen Geschichten von steilen Felsen, wackeligen Beinen und dem unbeschreiblichen Gefühl, ganz oben angekommen zu sein.
Nach dem Abendessen war der große Moment gekommen: Alle drei Kartenteile wurden auf dem Hüttentisch nebeneinandergelegt. Das Puzzle ergab ein Bild – etwas unscharf, aber für die Gruppe dann doch klar genug.
Der Schatz war im Alpengarten der Lindauer Hütte. Gesucht wurde überall – und letztlich wurde der Schatz unter einem alten Baum gefunden.
Goldmünzen, Edelsteine und Gummibärchen: Der Schatz unterhalb der Drei Türme war gehoben. Der Hüttenabend hatte seinen krönenden Abschluss gefunden.
Sonntag: Entspannter Abstieg – mit Rutschenbonus
Der letzte Morgen. Kein Gewitter, keine Klettersteige, keine Kartenteile mehr zu suchen. Dafür viel Sonnenschein und gute Laune. Der Schatz war gefunden – und die Gruppe durfte das mit einem entspannten Abstieg genießen.
Der Abstieg führte zurück Richtung Golm – und weil ein Erlebnisberg seinen Namen verdienen muss, endete das Wochenende nicht einfach am Parkplatz, sondern mit einigen Rutscheneinlagen, die den Abstieg rasant und spaßig machten.
Ein wohlverdienter Ausklang für Groß und Klein.